Das Wichtigste auf einen Blick
Wer sich nicht ausführlich mit der Technik beschäftigen möchte, sollte sich vor allem diese Regeln merken:
- Entladen Sie den Akku nicht absichtlich jedes Mal bis zur automatischen Abschaltung. Lithium-Ionen-Akkus müssen vor dem Laden nicht vollständig leer sein. Zwischenladen ist im Alltag problemlos möglich.
- Lagern Sie ein Akkugerät über längere Zeit weder vollständig geladen noch vollständig entladen. Empfehlenswert sind etwa 40 bis 60 Prozent Ladestand.
- Prüfen Sie den Akkustand bei längerer Nichtbenutzung etwa alle zwei bis drei Monate und laden Sie bei Bedarf bis ungefähr zur Hälfte nach.
- Laden Sie Akkugeräte möglichst bei Raumtemperatur sowie in einer trockenen und gut belüfteten Umgebung.
- Lassen Sie ein Gerät nach einer leistungsintensiven Nutzung zunächst abkühlen, bevor Sie es an das Ladegerät anschließen.
- Verwenden Sie nach Möglichkeit das Original-Ladekabel und ein Netzteil mit der vom Hersteller empfohlenen Leistung.
- Bei ungewöhnlichem Geruch, Verformung, austretender Flüssigkeit, auffälligen Geräuschen, Rauch oder starker Hitze darf das Gerät nicht weiter geladen oder verwendet werden.
- Öffnen Sie Geräte mit fest eingebautem Akku nicht selbst und versuchen Sie nicht, den Akku eigenständig auszutauschen.
Bei einer selbstheizenden tragbaren Espressomaschine verbraucht in der Regel nicht das Einschalten, die Anzeige oder das Pumpen des Wassers die meiste Energie, sondern das Erhitzen von kaltem Wasser.
Dass eine Maschine noch leuchtet oder Wasser pumpen kann, bedeutet daher nicht automatisch, dass der Akku einwandfrei funktioniert. Bricht das Gerät erst beim Aufheizen ab, sollten zunächst der Ladestand, die Umgebungstemperatur, das verwendete Ladegerät und der mögliche Alterungszustand des Akkus geprüft werden.
Warum lässt die Akkuleistung mit der Zeit nach?
Ein Akku altert nicht nur während der Benutzung. Auch wenn ein Gerät längere Zeit ungenutzt bleibt, laufen im Inneren des Akkus weiterhin langsame chemische Prozesse ab.
Die Lebensdauer hängt deshalb nicht nur davon ab, wie häufig ein Gerät verwendet wurde, sondern unter anderem auch von:
- der Umgebungstemperatur,
- dem Ladestand während der Lagerung,
- der Anzahl der Lade- und Entladevorgänge,
- der Entladetiefe,
- dem Leistungsbedarf des Geräts,
- sowie dem Alter und Zustand der Akkuzellen.
Die meisten Akkus fallen nicht plötzlich von einem Tag auf den anderen vollständig aus. Ihre Leistung nimmt vielmehr schrittweise ab.
Typische Anzeichen sind:
- eine kürzere Laufzeit,
- ein schneller sinkender Akkustand,
- eine längere Ladezeit,
- Abbrüche bei leistungsintensiven Funktionen,
- eine deutlich schwächere Leistung bei niedrigen Temperaturen,
- oder ein Gerät, das trotz angezeigter Restladung nicht mehr stabil arbeitet.
SOC und SOH: Ein hoher Ladestand bedeutet nicht automatisch einen gesunden Akku
Bei der Beurteilung eines Akkus sind zwei Begriffe besonders hilfreich: SOC und SOH.
SOC: Wie viel Energie ist noch vorhanden?
SOC steht für „State of Charge“ und bezeichnet den aktuellen Ladezustand des Akkus. Er lässt sich mit der Tankanzeige eines Autos vergleichen.
Zeigt ein Gerät beispielsweise 70 Prozent an, geht das System davon aus, dass noch ungefähr 70 Prozent der aktuell nutzbaren Akkukapazität vorhanden sind.
Der SOC beantwortet also die Frage:
Wie viel Energie ist im Moment noch im Akku?
SOH: Wie leistungsfähig ist der Akku noch?
SOH steht für „State of Health“ und beschreibt den Gesundheitszustand des Akkus.
Dabei geht es darum, wie viel Speicher- und Leistungsfähigkeit der Akku im Vergleich zu einem neuen Akku noch besitzt.
Der SOH beantwortet die Frage:
Kann dieser Akku noch annähernd so arbeiten wie im Neuzustand?
Ein deutlich gealterter Akku kann nach dem Laden 100 Prozent anzeigen, obwohl seine tatsächlich nutzbare Kapazität bereits stark gesunken ist.
Deshalb gilt:
100 Prozent Ladestand bedeuten nicht automatisch 100 Prozent Akkugesundheit.
Ein gealterter Akku kann trotz voller Anzeige:
- nur noch eine kurze Laufzeit bieten,
- beim Start einer leistungsintensiven Funktion stark einbrechen,
- die Heizfunktion nicht mehr zuverlässig versorgen,
- plötzlich mehrere Ladestufen verlieren,
- oder sich bei hoher Belastung automatisch abschalten.
Warum zeigt ein Gerät noch Akkuladung an, funktioniert aber trotzdem nicht richtig?
Eine häufige Ursache ist ein erhöhter Innenwiderstand des Akkus.
Mit zunehmendem Alter kann der Akku immer weniger Strom in kurzer Zeit bereitstellen. Bei hoher Belastung entstehen dadurch ein stärkerer Spannungsabfall und mehr Wärme.
Für Nutzer zeigt sich das häufig so:
- Funktionen mit geringem Stromverbrauch arbeiten normal.
- Die Akkuanzeige wirkt zunächst unauffällig.
- Beim Starten einer Heizfunktion, einer hohen Leistungsstufe oder eines anderen energieintensiven Modus sinkt die Anzeige plötzlich.
- Das Gerät stoppt oder schaltet sich aus.
- Nach einer kurzen Pause zeigt die Akkuanzeige möglicherweise wieder einen höheren Wert an.
Dieses Verhalten tritt besonders bei Geräten auf, die kurzzeitig oder dauerhaft viel Leistung benötigen, zum Beispiel:
- selbstheizenden tragbaren Espressomaschinen,
- Akku-Staubsaugern,
- Elektrowerkzeugen,
- beheizbarer Kleidung,
- Kameras bei Aufnahmen mit hoher Auflösung,
- sowie mobilen Kühl- und Heizgeräten.
Zwei Arten der Akku-Alterung
Kalenderalterung
Unter Kalenderalterung versteht man die natürliche Alterung eines Akkus im Laufe der Zeit – auch dann, wenn er nur selten benutzt wird.
Folgende Bedingungen können die Kalenderalterung beschleunigen:
- dauerhaft hohe Temperaturen,
- lange Lagerung bei 100 Prozent,
- lange Lagerung mit sehr niedrigem oder leerem Akku,
- sowie eine feuchte, heiße oder schlecht belüftete Umgebung.
Deshalb kann auch ein selten genutztes Gerät nach mehreren Jahren eine deutlich schwächere Akkuleistung aufweisen.
Zyklusalterung
Die Zyklusalterung entsteht durch wiederholtes Laden und Entladen.
Dabei gilt: Das einmalige Anschließen eines Ladegeräts entspricht nicht automatisch einem vollständigen Ladezyklus.
Ein vollständiger Ladezyklus ist erreicht, wenn insgesamt eine Energiemenge verbraucht wurde, die 100 Prozent der Akkukapazität entspricht.
Ein Beispiel:
- Am ersten Tag werden 40 Prozent verbraucht und anschließend nachgeladen.
- Am zweiten Tag werden 60 Prozent verbraucht und erneut nachgeladen.
Zusammen entspricht dies ungefähr einem vollständigen Ladezyklus.
Häufiges Zwischenladen schädigt den Akku daher nicht allein deshalb, weil das Ladekabel öfter angeschlossen wird.
Warum zeigen tragbare Espressomaschinen Akku-Probleme besonders deutlich?
Tragbare Espressomaschinen stellen besondere Anforderungen an ihren Akku.
Der Akku versorgt nicht nur die Steuerung, die Anzeige und die Wasserpumpe. Bei selbstheizenden Modellen muss er zusätzlich kaltes Wasser auf die für die Espressozubereitung erforderliche Temperatur bringen.
Dabei werden zwei Eigenschaften des Akkus gleichzeitig gefordert:
- Wie viel Energie kann der Akku insgesamt speichern?
- Kann er über einen bestimmten Zeitraum ausreichend hohe Leistung bereitstellen?
Das reine Pumpen und Extrahieren benötigt in der Regel deutlich weniger Leistung als das Erhitzen von kaltem Wasser.
Deshalb kann folgende Situation auftreten:
- Die Maschine lässt sich einschalten.
- Die Kontrollleuchten funktionieren.
- Bei Verwendung von bereits heißem Wasser arbeitet die reine Extraktionsfunktion.
- Beim Erhitzen von kaltem Wasser blinkt die Anzeige, der Vorgang bricht ab oder der Akkustand sinkt sehr schnell.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Wasserpumpe oder die gesamte Maschine defekt ist.
Mögliche Ursachen sind:
- ein zu niedriger Ladestand,
- eine zu niedrige Umgebungstemperatur,
- eine unzureichende Ausgangsleistung des Ladegeräts,
- ein beschädigtes oder qualitativ ungeeignetes Ladekabel,
- eine zu kurze Ladezeit,
- eine Tiefentladung nach langer Lagerung,
- eine deutlich verringerte Akkukapazität,
- oder ein erhöhter Innenwiderstand, durch den der Akku die Heizleistung nicht mehr bereitstellen kann.
Funktioniert ein Gerät bei geringer Belastung normal, fällt aber bei hoher Belastung wiederholt aus, sollte der Akkuzustand genauer betrachtet werden.
Warum sind Ladegerät und Ladekabel so wichtig?
Nicht jedes USB-Ladegerät bietet die gleiche Ladeleistung.
Für das Ladeergebnis sind unter anderem folgende Faktoren entscheidend:
- die Ausgangsspannung,
- der maximal verfügbare Ausgangsstrom,
- das unterstützte Ladeprotokoll,
- die Qualität des Ladekabels,
- sowie Sauberkeit und Kontaktqualität des Ladeanschlusses.
Ist für ein Gerät beispielsweise ein Ladegerät mit 5 V/3 A empfohlen, wird aber ein Netzteil mit 5 V/2 A verwendet, kann das Gerät trotzdem eine Ladeanzeige zeigen. Der Ladevorgang kann jedoch deutlich länger dauern.
Bei einem sehr niedrigen Akkustand kann es mit einem schwächeren Ladegerät entsprechend lange dauern, bis sich die Akkuanzeige sichtbar verändert.
Für CONQUECO-Produkte empfehlen wir grundsätzlich:
- das Original-Ladekabel,
- ein Netzteil mit der in der Bedienungsanleitung angegebenen Leistung,
- sowie ein zuverlässiges und technisch einwandfreies Steckernetzteil.
Bei Modellen, die eine Eingangsleistung von 5 V/3 A benötigen, kann ein 5-V/2-A-Netzteil die Ladezeit deutlich verlängern.
Auch der USB-Anschluss eines Computers ist nicht immer als Hauptstromquelle geeignet, da viele Computeranschlüsse nur eine begrenzte Stromstärke bereitstellen.
Kann ein leistungsstärkeres Netzteil das Gerät beschädigen?
Die auf einem Netzteil angegebene Leistung beschreibt normalerweise die maximal verfügbare Leistung. Das Netzteil zwingt dem angeschlossenen Gerät nicht automatisch die gesamte Leistung auf.
Sind Spannung und Ladeprotokoll kompatibel, nimmt das Gerät in der Regel nur so viel Strom auf, wie es technisch unterstützt.
Voraussetzungen dafür sind:
- ein qualitativ einwandfreies Netzteil,
- die richtige Ausgangsspannung,
- ein kompatibles Ladeverfahren,
- sowie ein unbeschädigtes Kabel und ein sauberer Anschluss.
Beschädigte, minderwertige oder nicht eindeutig zuordenbare Ladegeräte sollten nicht verwendet werden.
Muss ein Lithium-Ionen-Akku vor dem Laden vollständig entladen werden?
Nein.
Die frühere Empfehlung, einen Akku zuerst vollständig zu entladen und anschließend komplett aufzuladen, stammt aus der Zeit älterer Akkutechnologien. Für moderne Lithium-Ionen-Akkus ist dieses Vorgehen nicht erforderlich.
Lithium-Ionen-Akkus besitzen keinen klassischen Memory-Effekt, der eine regelmäßige vollständige Entladung notwendig machen würde.
Für die tägliche Nutzung gilt:
- Laden Sie das Gerät bei Bedarf nach.
- Warten Sie nicht absichtlich bis zur automatischen Abschaltung.
- Entladen Sie den Akku nicht regelmäßig vollständig, nur um ihn vermeintlich zu „kalibrieren“.
- Führen Sie eine Kalibrierung nur dann durch, wenn sie in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Produkts ausdrücklich beschrieben wird.
Ein gelegentliches Laden bis 100 Prozent ist unproblematisch. Vermieden werden sollte vor allem eine langfristige Lagerung bei vollem Akku und hoher Temperatur sowie eine lange Lagerung mit vollständig entladenem Akku.
Was bedeutet Tiefentladung?
Von einer Tiefentladung spricht man, wenn die Spannung eines Akkus auf ein zu niedriges Niveau absinkt.
Die meisten Akkugeräte verfügen über eine Schutzschaltung. Sie schaltet das Gerät bei sehr niedrigem Ladestand ab, um eine weitere Entladung zu verhindern.
Auch ein ausgeschaltetes Gerät kann jedoch weiterhin eine sehr geringe Menge Energie verbrauchen.
Wird ein fast leerer Akku mehrere Monate lang nicht geladen, kann die Spannung weiter absinken. Der Akku kann dadurch in einen Schutz-, Ruhe- oder Tiefentladungszustand geraten.
Mögliche Anzeichen sind:
- Das Gerät lässt sich nicht einschalten.
- Die Anzeige bleibt dauerhaft bei einem Balken.
- Nach dem Anschließen des Ladegeräts steigt der Ladestand nicht sichtbar.
- Es dauert sehr lange, bis das Gerät überhaupt auf das Ladegerät reagiert.
- Die Ladeanzeige blinkt, ohne dass sich der Akkustand erhöht.
- Nur Funktionen mit geringem Stromverbrauch funktionieren.
- Die Heizfunktion oder eine andere hohe Belastung führt sofort zum Abbruch.
Manche Akkus befinden sich lediglich in einem Schutz- oder Ruhezustand und können sich nach einer längeren Ladung mit dem richtigen Ladegerät wieder erholen.
Hat die Tiefentladung jedoch zu lange angedauert, können irreversible Schäden im Akku entstanden sein. In diesem Fall lässt sich die ursprüngliche Leistung möglicherweise nicht mehr wiederherstellen.
Das Gerät lädt nach langer Lagerung nicht mehr – was tun?
Gehen Sie die folgenden Schritte nacheinander durch.
Schritt 1: Das Gerät auf Raumtemperatur bringen
War das Gerät zuvor großer Kälte oder Hitze ausgesetzt, sollte es nicht sofort geladen werden.
Lassen Sie es zunächst in einem trockenen Innenraum auf Raumtemperatur kommen.
Ein sehr kalter oder noch stark erwärmter Akku sollte nicht direkt geladen werden.
Schritt 2: Den Ladeanschluss prüfen
Kontrollieren Sie den Anschluss auf:
- Wasser,
- Feuchtigkeit,
- Staub,
- Kaffeerückstände oder andere Verschmutzungen,
- Korrosion,
- schlechten Kontakt,
- sowie Verformungen des Anschlusses.
Der Ladeanschluss muss vor dem Laden vollständig trocken sein.
Schritt 3: Das Original-Ladekabel verwenden
Ein beschädigtes, gealtertes oder minderwertiges Ladekabel kann die tatsächlich übertragene Leistung erheblich reduzieren.
Verwenden Sie nach Möglichkeit das mitgelieferte Originalkabel.
Schritt 4: Ein Netzteil mit der empfohlenen Leistung verwenden
Prüfen Sie, ob Ausgangsspannung und Ausgangsstrom des Netzteils den Produktanforderungen entsprechen.
Benötigt ein Gerät 5 V/3 A, kann ein Netzteil mit 5 V/2 A den Akku möglicherweise nur sehr langsam laden.
Schritt 5: Ausreichend lange laden
Bei einem extrem niedrigen Ladestand kann es länger dauern, bis sich die Akkuanzeige sichtbar verändert.
Laden Sie das Gerät bei Raumtemperatur, in einer gut belüfteten Umgebung und nicht vollkommen unbeaufsichtigt.
Wenn bei einer CONQUECO-Maschine nach langer Lagerung eine starke Entladung vermutet wird, empfehlen wir, das Original-Ladekabel zusammen mit einem geeigneten 5-V/3-A-Netzteil zu verwenden und das Gerät mindestens zehn Stunden lang durchgehend zu laden. Anschließend kann die Maschine erneut getestet werden.
Schritt 6: Die Funktionen einzeln testen
Prüfen Sie nach dem Laden:
- Lässt sich die Maschine normal einschalten?
- Ist der angezeigte Ladestand gestiegen?
- Funktioniert die reine Extraktion?
- Funktionieren Erhitzen und Extrahieren?
- Wird das Gerät ungewöhnlich heiß?
- Wird der Ladevorgang wiederholt unterbrochen?
Verändert sich der Ladestand auch nach langer Ladezeit nicht oder funktioniert nur die Extraktion, nicht aber die Heizfunktion, sollte der Kundendienst kontaktiert werden.
Akku-Probleme anhand typischer Symptome einschätzen
Die folgende Übersicht eignet sich für tragbare Espressomaschinen und viele andere Akkugeräte.
Sie ersetzt keine technische Untersuchung, kann aber dabei helfen, die wahrscheinliche Ursache einzugrenzen.
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Empfohlener erster Schritt |
|---|---|---|
| Das Gerät lässt sich nach langer Lagerung nicht einschalten oder zeigt dauerhaft nur einen Balken | Tiefentladung, Schutzmodus, ungeeignetes Ladegerät oder Kabel | Gerät auf Raumtemperatur bringen und mit Originalkabel sowie empfohlenem Netzteil längere Zeit laden |
| Das Gerät lässt sich laden, die Laufzeit ist aber deutlich kürzer als früher | Verringerte Akkukapazität und sinkender Gesundheitszustand | Laufzeit unter vergleichbaren Bedingungen mit früheren Erfahrungswerten vergleichen |
| Die Akkuanzeige wirkt normal, aber beim Heizen oder bei hoher Leistung schaltet sich das Gerät ab | Erhöhter Innenwiderstand, niedrige Temperatur, Akkualterung oder zu geringer Ladestand | Bei Raumtemperatur vollständig laden und leichte sowie hohe Belastung erneut vergleichen |
| Die reine Extraktion funktioniert, das Erhitzen von kaltem Wasser jedoch nicht | Der Akku kann möglicherweise nicht mehr genügend Leistung für die Heizung bereitstellen | Mit geeignetem Netzteil vollständig laden und erneut testen |
| Das Gerät wird beim Laden oder Benutzen leicht warm | Kann normal sein | Für gute Belüftung sorgen und beobachten, ob die Temperatur weiter steigt |
| Der Ladevorgang wird häufig unterbrochen | Problem mit Anschluss, Kabel, Netzteil, Temperatur oder Akku | Ladeanschluss prüfen und Originalkabel sowie passendes Netzteil testen |
| Das Gerät wird sehr heiß, ist kaum berührbar oder schaltet sich aus | Mögliches Akku- oder Schutzsystemproblem | Sofort vom Strom trennen und nicht weiterverwenden |
| Das Gehäuse ist verformt oder aufgebläht | Möglicherweise aufgeblähter Akku | Nicht drücken, nicht öffnen und nicht weiter laden |
| Es treten Geruch, Flüssigkeit, Rauch oder ungewöhnliche Geräusche auf | Schwerwiegendes Sicherheitsproblem | Sofort außer Betrieb nehmen und von brennbaren Materialien fernhalten |
Ist Wärme beim Laden normal?
Eine leichte Erwärmung ist bei vielen Akkugeräten während des Ladens oder unter hoher Belastung normal.
Akku, Ladeelektronik und Netzteil erzeugen während des Ladevorgangs eine gewisse Menge Wärme.
In der Regel unbedenklich ist:
- Das Gerät fühlt sich nur leicht warm an.
- Die Temperatur bleibt stabil.
- Der Ladevorgang wird normal fortgesetzt.
- Es treten weder Geruch noch Rauch oder ungewöhnliche Geräusche auf.
Nicht normal ist:
- Das Gerät wird plötzlich sehr heiß.
- Es kann kaum noch berührt werden.
- Der Ladevorgang stoppt und startet wiederholt.
- Das Gehäuse verformt sich.
- Es entsteht ein chemischer oder verbrannter Geruch.
- Rauch oder Flüssigkeit tritt aus.
Bei diesen Anzeichen darf das Gerät nicht weiter geladen werden.
Warum beeinflusst die Temperatur den Akku?
Die Umgebungstemperatur hat direkten Einfluss auf Leistungsabgabe, Ladeverhalten und Alterung des Akkus.
Hohe Temperaturen
Hohe Temperaturen beschleunigen chemische Reaktionen im Akku und damit auch seine Alterung.
Vermeiden Sie deshalb:
- eine lange Lagerung im aufgeheizten Fahrzeug,
- das Laden auf einer Fensterbank in direkter Sonne,
- das Laden in einer geschlossenen Tasche,
- das Abdecken mit Kleidung, Decken oder Kissen,
- sowie die Lagerung unmittelbar neben einem Heizkörper oder einer anderen Wärmequelle.
Besonders ungünstig ist die Kombination aus hoher Temperatur und vollständig geladenem Akku.
Niedrige Temperaturen
Bei niedrigen Temperaturen steigt der Innenwiderstand des Akkus. Dadurch kann er weniger Leistung bereitstellen.
Mögliche Folgen sind:
- kürzere Laufzeit,
- schneller sinkende Akkuanzeige,
- Abschaltung bei hoher Belastung,
- längere Aufheizzeit,
- oder eine vorübergehend eingeschränkte Funktion.
Wurde ein Gerät aus einer kalten Umgebung in einen beheizten Raum gebracht, sollte es nicht sofort geladen werden.
Warten Sie, bis das Gerät wieder Raumtemperatur erreicht hat.
Bei vielen Lithium-Ionen-Produkten liegt der typische Ladebereich ungefähr zwischen 0 und 40 beziehungsweise 45 °C. Ausschlaggebend sind jedoch immer die Angaben in der jeweiligen Bedienungsanleitung.
Kann eine tragbare Espressomaschine während des Ladens verwendet werden?
Die Nutzung während des Ladens hängt grundsätzlich vom jeweiligen Produkt ab.
CONQUECO-Espressomaschinen können während des Ladevorgangs weder heizen noch Kaffee extrahieren. Dies ist Teil des normalen Produktdesigns.
Eine gleichzeitige Nutzung und Ladung könnte:
- die Gerätetemperatur erhöhen,
- die Ladezeit verlängern,
- zu einer instabilen Stromversorgung führen,
- und Akku sowie Ladeelektronik zusätzlich belasten.
Da das Erhitzen von Wasser bereits eine hohe Leistung erfordert, sind CONQUECO-Maschinen bewusst so ausgelegt, dass sie während des Ladens nicht betrieben werden können.
Akkugeräte bei längerer Nichtbenutzung richtig lagern
Wenn eine tragbare Espressomaschine oder ein anderes Akkugerät mehrere Wochen oder Monate nicht verwendet wird, sollte es entsprechend vorbereitet werden.
Etwa 40 bis 60 Prozent Ladestand beibehalten
Der Ladestand muss nicht exakt 50 Prozent betragen.
Entscheidend ist, dass der Akku weder vollständig geladen noch nahezu leer eingelagert wird.
Das Gerät vollständig ausschalten
Vergewissern Sie sich, dass das Gerät tatsächlich ausgeschaltet ist und sich nicht nur im Standby-Modus befindet.
Auch im Standby kann über längere Zeit weiterhin etwas Energie verbraucht werden.
Einen geeigneten Lagerort wählen
Der Lagerort sollte:
- trocken,
- kühl,
- gut belüftet,
- vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt,
- von Wärmequellen entfernt,
- und nicht übermäßig feucht sein.
Alle zwei bis drei Monate kontrollieren
Prüfen Sie den Ladestand bei längerer Lagerung regelmäßig.
Ist er deutlich gesunken, laden Sie das Gerät wieder auf ungefähr 40 bis 60 Prozent auf.
Vor der erneuten Nutzung prüfen
Nach langer Lagerung sollten Sie vor der ersten Verwendung:
- das Gehäuse auf Verformungen prüfen,
- kontrollieren, ob der Ladeanschluss trocken ist,
- auf ungewöhnliche Gerüche achten,
- das Gerät mit einem geeigneten Ladegerät vollständig aufladen,
- und zunächst einen kurzen Funktionstest durchführen.
Woran erkennt man einen deutlich gealterten Akku?
Treten mehrere der folgenden Symptome wiederholt auf, kann der Akku bereits deutlich an Leistung verloren haben:
- Die Laufzeit ist wesentlich kürzer als im Neuzustand.
- Der Akkustand sinkt ungewöhnlich schnell.
- Leistungsintensive Funktionen brechen häufig ab.
- Die Heizfunktion arbeitet nur noch bei vollständig geladenem Akku.
- Die Ladezeit hat sich deutlich verlängert.
- Die Akkuanzeige springt zwischen verschiedenen Werten.
- Bei niedrigen Temperaturen funktioniert das Gerät kaum noch.
- Ein geeignetes Ladegerät und ein einwandfreies Ladekabel bringen keine Verbesserung.
Ein einzelnes Symptom bedeutet nicht automatisch, dass der Akku beschädigt ist.
Ein defektes Ladekabel, ein zu schwaches Netzteil, ein verschmutzter Anschluss oder eine sehr niedrige Umgebungstemperatur können ähnliche Probleme verursachen.
Deshalb sollten zunächst die einfach zu prüfenden äußeren Ursachen ausgeschlossen werden.
Wann muss das Gerät sofort außer Betrieb genommen werden?
Laden oder verwenden Sie das Gerät nicht weiter, wenn eines der folgenden Warnzeichen auftritt:
- Das Gehäuse ist aufgebläht.
- Das Gerät hat sich sichtbar verformt.
- Flüssigkeit tritt aus.
- Es entsteht ein chemischer, süßlicher oder verbrannter Geruch.
- Es sind Knack-, Zisch- oder Pfeifgeräusche zu hören.
- Das Gerät wird ungewöhnlich heiß.
- Rauch tritt aus.
- Das Gerät wurde stark beschädigt, gequetscht oder durchstochen.
- Wasser ist in den Ladeanschluss oder das Gehäuse eingedrungen.
Trennen Sie das Gerät vom Strom, sofern dies gefahrlos möglich ist, und halten Sie es von Papier, Textilien, Holz und anderen leicht entzündlichen Materialien fern.
Wenden Sie sich anschließend an den Kundendienst oder eine geeignete Fachstelle.
Warum sollte ein fest eingebauter Akku nicht selbst ausgetauscht werden?
Das Akkusystem eines Geräts besteht nicht nur aus einzelnen Akkuzellen.
Dazu gehören in der Regel auch:
- eine Schutzplatine,
- Temperatursensoren,
- Isolierungen,
- Kabel und Steckverbindungen,
- mechanische Befestigungen,
- sowie Lade- und Entladesteuerungen.
Auch wenn ein Ersatzakku auf den ersten Blick eine ähnliche Spannung oder Kapazität besitzt, bedeutet dies nicht, dass er technisch mit dem Gerät kompatibel ist.
Ein falscher Akku oder eine fehlerhafte Montage kann zu folgenden Problemen führen:
- Kurzschluss,
- Überhitzung,
- schlechter Kontakt,
- fehlerhaftes Ladeverhalten,
- Beschädigung des Geräts,
- sowie erhöhten Sicherheitsrisiken.
Geräte mit eingebautem Akku sollten deshalb nicht eigenständig geöffnet, umgebaut oder mit einem selbst beschafften Akku ausgestattet werden.
Alte oder beschädigte Akkugeräte richtig entsorgen
Lithium-Ionen-Akkus und Geräte mit eingebautem Akku gehören nicht in den Hausmüll.
Sie müssen an einer dafür vorgesehenen Sammel- oder Rücknahmestelle abgegeben werden.
In Deutschland kommen dafür unter anderem infrage:
- kommunale Wertstoffhöfe,
- offizielle Batteriesammelstellen,
- teilnehmende Elektrofachgeschäfte,
- sowie Rücknahmestellen des Einzelhandels.
Bei herausnehmbaren Akkus sollten die Kontakte nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen.
Freiliegende Kontakte können mit geeignetem Isolierband abgeklebt werden, um einen Kurzschluss zu verhindern.
Bei aufgeblähten, beschädigten oder auslaufenden Akkus sollte die Annahmestelle vorab über den Zustand informiert werden. Solche Akkus sollten nicht lose zusammen mit anderen Gegenständen transportiert werden.
Häufig gestellte Fragen
Sollte der Akku jedes Mal auf 100 Prozent geladen werden?
Für die normale Verwendung ist das Laden bis 100 Prozent grundsätzlich möglich.
Ungünstig ist vor allem, wenn ein Gerät bei hoher Temperatur über längere Zeit vollständig geladen bleibt.
Soll das Gerät zeitnah verwendet werden, ist eine vollständige Ladung kein Problem. Für eine längere Lagerung sind etwa 40 bis 60 Prozent empfehlenswerter.
Schadet häufiges Zwischenladen dem Akku?
In der Regel nicht.
Lithium-Ionen-Akkus können auch dann nachgeladen werden, wenn sie noch nicht fast leer sind.
Regelmäßiges Entladen bis zur automatischen Abschaltung belastet den Akku üblicherweise stärker als moderates Zwischenladen.
Kann ein leistungsstarkes Ladegerät das Gerät beschädigen?
Sind Spannung, Ladeprotokoll und Anschluss kompatibel, nimmt das Gerät normalerweise nur die Leistung auf, die es benötigt.
Das Netzteil muss jedoch qualitativ einwandfrei sein und den Produktanforderungen entsprechen.
Verwenden Sie keine beschädigten, minderwertigen oder nicht sicherheitsgeprüften Ladegeräte.
Warum lädt das Gerät am USB-Anschluss des Computers so langsam?
Viele Computeranschlüsse liefern weniger Strom als ein geeignetes Steckernetzteil.
Das Gerät kann die Verbindung zwar als Ladequelle erkennen, wird aber möglicherweise nur sehr langsam geladen.
Warum funktioniert die Pumpe, aber die Heizfunktion nicht?
Die Wasserpumpe benötigt deutlich weniger Leistung als das Erhitzen von kaltem Wasser.
Ist der Akku zu schwach geladen, zu kalt oder bereits gealtert, kann er die Pumpe möglicherweise noch betreiben, aber nicht mehr genügend Leistung für die Heizung bereitstellen.
Kann sich ein tiefentladener Akku wieder erholen?
Befindet sich der Akku lediglich in einem Schutz- oder Ruhezustand, kann eine längere Ladung mit dem passenden Ladegerät möglicherweise helfen.
Hat die starke Entladung jedoch über einen langen Zeitraum angehalten, können irreversible Schäden entstanden sein.
Wie oft sollte ein unbenutztes Gerät nachgeladen werden?
Prüfen Sie den Akkustand ungefähr alle zwei bis drei Monate.
Ist er deutlich unter den empfohlenen Lagerbereich gefallen, laden Sie das Gerät wieder bis ungefähr zur Hälfte auf.
Fazit: Die richtige Akkupflege ist einfacher, als viele denken
Sie müssen den Zustand eines Akkus nicht jeden Tag kontrollieren und benötigen auch keine komplizierten Wartungsmaßnahmen.
Die wichtigsten Regeln sind:
- Den Akku nicht regelmäßig bis zur automatischen Abschaltung entladen.
- Bei Bedarf jederzeit nachladen.
- Ein geeignetes Ladegerät und ein einwandfreies Ladekabel verwenden.
- Hohe Temperaturen und extreme Kälte vermeiden.
- Das Gerät nicht mit leerem Akku über längere Zeit lagern.
- Bei längerer Nichtbenutzung ungefähr die Hälfte der Ladung beibehalten.
- Den Akkustand alle zwei bis drei Monate kontrollieren.
- Bei Geruch, Verformung, Flüssigkeitsaustritt oder starker Hitze die Nutzung sofort beenden.
- Geräte mit eingebautem Akku nicht selbst öffnen.
Bei einer selbstheizenden tragbaren Espressomaschine ist die Heizfunktion die größte Belastung für den Akku.
Lässt sich die Maschine noch einschalten und funktioniert die Wasserpumpe, während die Heizfunktion wiederholt abbricht, sollten zuerst Ladestand, Temperatur, Ladekabel und Netzteil überprüft werden.
Besteht das Problem auch nach einer vollständigen Ladung mit der empfohlenen Ausrüstung weiter, wenden Sie sich bitte an den CONQUECO-Kundendienst und öffnen Sie das Gerät nicht selbst.










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